KAPPT VERBINDUNGEN ZUM GENOZID JETZT!

Seit 77 Jahren leben (und sterben) Palästinenser*innen unter Israelischer Vertreibung, Besatzung, Apartheid, Blockade und Genozid. Im Jahr 2005 haben Studierende, Lehrende und Professoren die BDS Kampagne als gewaltfreies und legitimes Mittel zum Widerstand gegen das dem palästinensischen Volk von Israel aufgebürdete – und von der internationalen Staatengemeinschaft ignoriert und geduldete Unrecht ins leben gerufen.

Israa Universität im Norden von Gaza | Januar 2024

Quelle:

https://www.bbc.com/news/av/world-middle-east-68138210

Seit Oktober 2023 erleben wir ein unbekanntes Ausmaß an Grausamkeiten, welche wir im live-stream auf unseren Endgeräten verfolgen können.

  • Laut offiziellen Angaben über 70.000 getötete Zivilisten (wobei die Dunkelziffer weit höher liegen mag und indirekte Todesfolgen hier nicht eingerechnet sind) – tatsächlich wird von weit über 100.000 Toten ausgegangen.
  • Über 20.000 getötete Kinder – teilweise gezielt ermordet durch Kopfschüsse
  • Über 235 getötete Journalist*innen (so viele wie in keinem bisherigen Krieg der Menschheitsgeschichte)
  • Wiederholte tödliche Angriffe auf medizinische Rettungskräfte, Ärzte und Ärztinnen
  • Berichte über grausamste Folter und Mord durch Folter
  • Zerstörung aller 13 Hochschulen in Gaza 
  • Vorenthaltung von Trinkwasser und Nahrung als Waffe gegen die Bevölkerung

Angesichts dieser Grausamkeiten, dieser Zerstörung, kann man es nicht bei leeren Worten belassen.

Ein Ende der Gewalt kann und wird es nur geben können, wenn Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit herrschen. Für Palästinenser:innen und Israelis gleichermaßen. Unabhängig von Religion oder ethnischer Zugehörigkeit.

Die Vereinten Nationen haben alle Staaten dazu aufgerufen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um einen möglichen Genozid – wobei sich führende Genozid-forschende überwiegend einig sind, das ein solcher hier vorliegt – abzuwenden. Dies ist offenkundig nicht im Sinne der Bundesrepublik Deutschland. Im Gegenteil unterstützt sie diesen Genozid bis Mitte 2025 mit Waffenlieferungen an Israel im Wert von ca. 500 Millionen €. Historisch wie heute ist die Unterdrückung des palästinensischen Volkes nur durch die Hilfe westlicher Staaten, wie Deutschland, UK und der USA möglich.  Deswegen liegt es an uns den Beschäftigten, Studierenden und Schüler*innen gegen diesen Genozid aufzustehen.

Die Aufrechterhaltung der Jahrzehnte andauernden Besatzung, Apartheid und des aktuellen Völkermords, ist unter anderem auch dadurch möglich, dass sämtliche Institutionen in Israel sich diesen Zwecken unterordnen, so auch die Universitäten.

Deshalb folgen wir dem Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft und fordern die Universität Hamburg dazu auf, sämtliche Forschungskooperationen mit Israelischen Universitäten, Hochschulen und sonstigen Forschungseinrichtungen sofort einzustellen. Als konkreter Schritt gegen die deutsche Unterstützung von Apartheid und Völkermord den wir als Studierende und Beschäftigte erkämpfen können.